Mut zur Differenzierung

Franz Josef Strauß, der sonst wohl kein guter Ratgeber für „New Work“ gewesen wäre, wird ein Zitat zugeschrieben, das auch wunderbar für das Nutzenversprechen von Marken gelten kann: „Everybody‘s Darling, is Everybody‘s Depp!“.

Denn eine gute Markenpositionierung, aus der ein Nutzen beschrieben wird – oder im Falle der Arbeitgebermarke eine Employer Value Proposition (EVP) – muss im Wortsinn positionierend sein. Dazu gehört nicht nur ein ehrliches Selbstbild im IST und SOLL, sondern auch Mut, um sich aus dem allgemeinen „Brei“ der Arbeitgebermarken hervorzuheben, die alle „dynamisch“, „innovativ“, „mit flachen Hierarchien“ und „Mitarbeiter-orientiert“ daher kommen wollen.

Eine EVP anschließend über die gesamte Candidate Journey von der Absolventenmesse bis zum Social Media Posts authentisch und positionierend auszurollen ist dann die Pflicht, nicht die Kür.

Und da kein Blog oder Artikel dieser Tage ohne KI-Bezug mehr auskommen darf: KI-Automatisierung unterstützt dabei heute bereits fast allen Maßnahmen des Employer Brandings – KI sollte aber niemals den persönlichen Dialog ersetzen. Denn die Zukunft des Recruitings ist wie die Arbeitswelt eine hybride: hoch automatisiert in allen repetitiven Prozessen und effizient durch zahlreiche KI-Helferlein, aber eben auch authentisch und persönlich im eigentlichen Recruiting-Dialog.

Mehr dazu und weitere Stimmen zur „EVP“ hier:
Trends im Employer Branding | ESB Marketing Netzwerk